Dienstag, 13. Februar 2018

Apell mit Schuss

Das Wetter war heute so klasse, das musste ich einfach ausnutzen. Neben einem gemeinsamen Spaziergang mit allen Vieren, gab es für Mozart sogar zwei kleine Trainings und für Jay Jay einen einzelnen Spaziergang, auf dem sie ein Dummy arbeiten durfte, dass ich irgendwo "verloren" hatte.

Die Bordertierchen durften gemeinsam mit mir ihre gelben Bälle bespaßen, mussten dafür aber wenigstens kurz für mich posieren.
 
 
Der süße Aiden. Ich finde er wird immer süßer, je älter er wird. Das kommt hier auf dem Bild gar nicht so rüber, aber er schaut so sanft und weise.

Am Vormittag hatte Mozart dann sein erstes kurzes Training. Wir beide haben ein wenig an der Fußarbeit trainiert. Nach einiger Zeit zauberte ich dann ein Dummy aus der Tasche hervor und warf dieses während des Fußlaufens vor uns. Aufnehmen durfte der Bub es aber erst, als wir direkt davor standen. Fand er blöd. Da er angeleint war, blieb ihm aber kaum eine Wahl. Nach der Aufnahme musste er sich dann setzen und das Dummy auch noch festhalten, während ich ihn ausgiebig gestreichelt habe. Nach einiger Zeit durfte er mir das Dummy geben. Er bekam es dann aber von mir wieder und sollte es wieder festhalten. Das haben wir dann zwei, drei Mal gemacht, bevor es wieder ans Fußgehen ging. Manchmal habe ich das Dummy aber auch selber aufgehoben.

Am Nachmittag, einige Zeit nach unserem Spaziergang, gab es dann noch ein weiteres kleines Training für den Buben. Zusammen mit Jenny haben wir den Appell mit Schuss einmal durchgespielt. Das hat Mozart wirklich gut gemacht. Ich habe mich die ganze Zeit auf den kleinen Mann konzentriert während der Fußarbeit. Als der Schuss ertönte blieb ich stehen und Mozart setzte sich ohne weiteres Kommando und verfolgte das Dummy! Fußkommando und Mozart läuft sofort mit mir mit. Als der zweite Schuss ertönt, sitzt Mozart schon. Er hat beobachtet, wie die Hand nach oben Ging und sich daraufhin sofort gesetzt. Finde ich erstaunlich, dass er das so kombiniert hat, obwohl wir den Appell das erste Mal mit Schuss gemacht haben. Und dann gibt es Leute, die meinen Hunde wären doof.

Als ich Mozart schickte um das Dummy zu holen lief er auch sofort los. Markiert hatte er allerdings nicht so gut und brauchte dann auch Hilfe von Jenny um fündig zu werden. Egal, darum ging es mir ja auch nicht. Er sollte nur noch mal den Schuss mit dem Fallen eines Dummys verbinden, damit es nicht so etwas besonderes ist. Er durfte danach dann noch eine Markierung holen und das war es auch schon. Ich bin ganz stolz wie fein er gearbeitet hat.

Jetzt sind die Hunde aber auch alle ordentlich k.o. und liegen alle platt auf den Liegeplätzen verteilt.

Freitag, 9. Februar 2018

Jede Menge Fotos

Heute haben wir uns bei Sonnenschein wieder zum Training getroffen. Da Birgit ihren Fotoapparat mit dem neuen Objektiv mitgebracht hatte, gibt es mal keinen Trainingsbericht, sondern Fotos!



















Von Jay Jay habe ich dann wenigstens noch ein Handyfoto gemacht. Gespannt schaut sie zu, wie einer der beiden anderen arbeitet.


Donnerstag, 8. Februar 2018

Läufigkeit und Training

So die Dottie ist dann mit ihren Stehtagen auch durch. Seit gestern knurrt sie wieder wenn Mozart ihr am Po schnüffelt. 5 ganze Tage lang hat sie Mozart wann immer sie konnte angeflirtet. Aus Sicherheitsgründen hatte sie immer ein Höschen an - das erste mal in ihrem Leben. War aber kein Problem, sie hat es anscheinend nicht gestört. Da das Höschen ja nur vor spontanem besteigen schützt, haben wir natürlich immer aufgepasst und die beiden Niemals alleine gelassen. Einer von beiden musste immer mit. Gemeinsame Spaziergänge gab es auch nicht. Das fand Dottie natürlich klasse, denn dafür durfte sie dann auch mal ihre Ballspiele mit mir spielen.


Mozart hat die Zeit wirklich gut überstanden. Als Dottie am 1.2. spät abends plötzlich beschlossen hat, dass sie jetzt sofort Babys machen will, hat sie Mozart den Hintern vor die Nase gehalten, der gerade auf dem Sofa lag und schlief. Er hat sofort verstanden das da was anders ist als sonst. Aber nachdem wir Dottie auf ihren Platz geschickt haben, war alles ok. Die nächsten Tage hat sie immer wieder mal versucht Mozart zu animieren. Und dann hat er ganz süß um sie geworben. Hat sie angestupst, auf dem Rücken ein wenig geputzt, ist um sie herumgetänzelt, hat sie angespielt. Wieder um sie herumgetänzelt und angestupst. Wenn er dann versucht hat sie zu besteigen, habe ich ihn gerufen und er ist dann auch gekommen. Da er ja vielleicht mal Deckrüde werden soll, will ich das nicht mit einem NEIN belegen.


In etwa 2,5 Monaten wird nun Jay Jay wieder läufig - ich bin gespannt wie er das dann meistert. Ich denke aber er hat schon eine Menge gelernt. Zum Glück ist Dottie ja eigentlich unsere Polizistin und passt immer auf, dass hier nicht zu viel getobt wird. Sie wird dann also vermutlich auch dazwischen gehen, wenn Mozart seine Mutter umwirbt. Sie braucht sich dazu auch nur dazwischen zu stellen und gucken. Das reicht in der Regel schon. Aber ansonsten wird Jay Jay dann auch Höschen tragen und nachts in der Box sein. Ebenso bekommt sie dann einzelne Spaziergänge und wird auch nicht mit Mozart allein gelassen. Ich fand das jetzt eigentlich ganz easy zu managen. Hab mir das doch schwieriger vorgestellt.


Heute haben wir das schöne Wetter genossen. Mittags eine Runde mit allen zusammen und am Nachmittag durfte dann der Mozart ein bisschen mit mir trainieren. Zuerst haben wir versucht frei bei Fuß zu laufen. War nicht so dolle. So schön wie er an der Leine läuft, so schlecht macht er es ohne. Zwei Schritte Fuß und schwups prescht er vor und erntete dafür ein Schade. Nach etlichen versuchen wurde es dann besser. Er hat also gelernt, dass er das nicht soll. Nachdem das klar war kam das Dummy zum Einsatz. Fidi hat uns dabei geholfen.


Ich bin mit Mozart einige Schritte Fuß gelaufen, dann habe ich ein Zeichen gegeben und Fidi hat eine Markierung geworfen. Natürlich in der Nähe von ihm, damit er das Dummy auch schnell aufheben kann, falls Mozart losläuft. Und Mozart lief natürlich los. War mir eigentlich klar. Aber durch Fehler lernt er ja. Also gab es ein Schade und Rückruf. Bevor der Bub am Dummy war, drehte er dann auch um und kam zu mir zurück. Da bin ich ganz schön stolz drauf, dass er so gut hört! Nächster Versuch. Fuß! Nach einigen Schritten fällt das Dummy. Ich bleibe stehen und Mozart auch. Click! Das war klasse! Nun muss er sich nur noch setzen. Also noch einmal. Und dieses Mal wartete ich solange bis er sich gesetzt hat bevor es den Click gegeben hat.


Dann eine Stufe schwieriger. Fußlaufen, nach einigen Schritten fällt das Dummy. Ich bleibe stehen und Mozart setzt sich. Click und Belohnung. Dann Fußkommando und Mozart prescht los. Schade! Er lässt sich aber wieder zurückrufen. Noch einmal von vorne. Fußlaufen, Dummy fällt, stehen bleiben. Fußkommando und Mozart kommt tatsächlich mit. Nach ein paar Schritten bleibe ich wieder stehen, warte einen Moment und dann darf der Bub endlich das Dummy holen. Dadurch dass er sich so zurücknehmen musste, hat er ganz schön Stress aufgebaut, was er nun versuchte durch flitzen abzubauen. NEIN! Ok, dann komm ich halt. Sehr brav!


Wir haben die Übung dann noch ein paar Mal gemacht und Mozart kam dann immer artig mit dem Dummy zurück. Er prescht ja immer fast in mich rein und verliert dann das Dummy. Allerdings hebt er es freiwillig wieder auf und präsentiert es mir. Deswegen habe ich nun angefangen ihm das Dummy hinterher noch mal anzubieten. Er muss dann sitzenbleiben mit Dummy im Fang und ich streichle ihn. Beim letzten Apport preschte Mozart dann nicht in mich rein, sondern bremste rechtzeitig vorher ab. Ich habe ihm dann das Sitzkommando gegeben und er setzte sich tatsächlich mit Dummy im Fang vor mich hin! So artig der Bub!


Das Lernziel war: Fuß bedeutet nicht Apport! Und ich glaube das hat der kleine Mann sich sehr schön erarbeitet und es auch verstanden. Mozart lernt schnell und wenn er einen Fehler gemacht hat, dann macht er ihn meistens nur einmal. Ich bin so begeistert von ihm.


Während Mozart dann ins Haus musste, bin ich mit den Großen noch eine Runde gegangen. der kleine Mann sollte das gelernte nicht durch toben überlagert. Nun liegt der Bub auf dem Sofa und verarbeitet das Gelernte.



Freitag, 2. Februar 2018

Knackiges Training für JJ und Mo

Heute gab es mal wieder ein schönes Training für Mozart und Jay Jay. Freitags treffen wir uns mit Isi und Birgit und deren Hunden zum Training. Zuerst waren die Kleinen dran. Wie schon beim letzten Mal, haben wir uns wieder in der Sandkuhle getroffen. Und heute habe ich sogar von beiden Hunden ein paar Videos bekommen. Mozart bekam zu aller erst eine Markierung mit Schuss geworfen. Das allererste Mal für ihn. Er hat sehr schön aufgepasst und obwohl er zuvor noch nie einen Schuss mit einem Dummy verknüpft hat, hatte ich das Gefühl er sitzt noch gespannter. Auf dem Bild arbeiten wir von Start zu D.
 
Mozart holt das Dummy nach dem Schuss sehr schön. Wir arbeiten jetzt mit 500g-Dummys. Die kann der Bub aber noch nicht so gut bändigen und lässt sie ab uns zu fallen, bzw. trägt sie so locker, dass sie am Band runterbaumen. Das wird aber noch, da mache ich mir keine Gedanken. Um das bessere Aufnehmen zu üben, wollte ich ein spezielles Dummy besorgen. Als Mozart dann das nachgelegte Dummy geholte hat, habe ich mich sehr gefreut, dass er dieses dann so schön getragen hat. Als er näher kam, merkte ich dann auch warum. Er kam doch tatsächlich mit genau so einem Dummy an, das ich für ihn kaufen wollte zum üben. Und dann kam die Überraschung. Es ist unseres! Wir haben es doch tatsächlich von Birgit und Isi geschenkt bekommen. Danke! Danke! Danke!
 
Danach fand ein kleines Treiben in dem umrandeten Gebiet statt. Auch das erste Mal für den kleinen Mann. Er schaute sehr schön aufmerksam und interessiert zu und versuche beide im Auge zu behalten. Ich schickte ihn dann drei Mal und er suchte sehr schön und kam mit den gefundenen Dummys auch schnell zu mir zurück. Feiner Bub!
 
 
Dann habe ich mich mit ihm nach rechts gedreht, es sollte eine weitere Markierung mit Schuss und nachgelegtem Dummy fallen. Dieses Mal drehte ich mich nach dem Schuss aber wieder zur Suche um. Kein Problem, Mozart blieb artig am Bein. Als ich ihn dann jedoch in die Suche schickte, bog er natürlich ab Richtung Markierung. Damit hatte ich gerechnet und pfiff ihn schnell zurück. Er suchte dann Dummy Nummer vier, brauchte dafür dann aber ein wenig Hilfe von mir, weil ihn die Markierung doch sehr ablenkte. Aber wir haben es geschafft das Dummy rein zu holen!
 
Und dann durfte er sich endlich das von ihm so lange gemerkte Dummy holen:
 
Und das nachgelegte Dummy ebenfalls:
 
Damit war das Training für den kleinen Buben beendet und wir holten uns die Großen zum arbeiten. Nicht ohne zuvor zu besprechen welche Aufgaben wir stellen wollten. Jeder hatte sich eine Aufgabe ausgedacht und arbeitete diese auch als erstes. Hier die Aufgabe von Birgit. Wir stehen gegenüber eines Hügels, an dem bereits zuvor 6 Dummys incl. Markierstab ausgelegt waren. In nicht allzu großem Abstand steht rechts und links am Hang jeweils ein Helfer der eine Markierung wirft. Nun soll der Hund zuerst Voran auf den Hügel geschickt werden, danach dürfen die Ablenkungsmarkierungen gearbeitet werden. Im zweiten Durchgang wird die Strecke nach hinten verlängert, so dass die Ablenkungsmarkierungen deutlich mehr ziehen. 
 
Die erste Aufgabe hat Jay Jay prima gemacht.
 
Beim zweiten Durchgang gab es einen kleinen Frühstart. Aber meine Maus hat sich suuuuuuuper toll Voran auf den Hügel schicken lassen! Und was noch schöner ist, sie lässt sich nun pushen von mir! Das hat sie wirklich ganz klasse gemacht.
 
Die nächste Aufgabe war von Isabella. Wir stehen am Startpunkt mit Blickrichtung zur freien Fläche. Dort findet ein Treiben statt und drei Dummys werden ausgelegt. Umdrehen mit Blick in den schmalen Waldweg. Am Ende geht es ein Stück hinaus und auf einem Hügel liegt ein Blind, das nun beschossen wird. Der Hund soll zuerst das beschossene Blind holen, danach in die Suche geschickt werden. Dann geht es zu nachgelegten Dummy durch den Waldweg und zum Schluss noch einmal in die Suche. Dummy Nummer 3 aus der Suche wird wieder eingesammelt. Eine sehr schöne, aber auch schwierige Aufgabe.
 
Leider habe ich unterschätzt, dass ich Jay Jay nicht bis zum Schluss sehen kann wenn ich sie durch den Waldweg schicke und habe zu früh gepfiffen. Birgit erzählte mir dann, dass sie artig die Nase runternahm, allerdings 10 Meter zu früh und deswegen dann nicht zum Erfolg kam.
 
Und wenn man richtig pfeift, also länger wartet obwohl man den Hund nicht mehr sieht, dann klappt das auch.
 
Die letzte Aufgabe habe ich dann gestellt.  Dazu mussten wir noch einmal den Platz wechseln. Wir stehen an S1 (durch einen Markerstab markiert) mit Blickrichtung zum Hang. Dort fällt zuerst Dummy 1 (D1), danach dann Dummy 2 (D2). Nun werden 30 Schritte Fuß gelaufen in Richtung des anderen Hügels. Von dort wird nun zuerst Dummy 1 (D1), danach dann Dummy 2 (D2) gearbeitet. An beiden Stellen wird ein Dummy nachgelegt während wir von S2 wieder zu S1 frei bei Fuß laufen. Nun wird zuerst das nachgelegte Dummy von D1 geholt, danach dann das Dummy von D2. Wie man auf dem Bild sehen kann, ist der Winkel ganz schön eng.
 
Jay Jay hat sehr schön gearbeitet. Als ich sie auf das nachgelegte Dummy (D2) schickte (blaue Linie) habe ich sie zu sehr nach rechts ausgerichtet, so dass sie kurz hinter D2 landete. Ich überlegte, wie ich sie nun von dort zu D1 bekomme und entschied mich dafür sie erst ein wenig näher zu mir zu pfeifen. Dummerweise stolperte sie dabei über D2 und brachte das Dummy natürlich mit. Was lernt man daraus? Bei solchen Aufgaben sollte man doch ein wenig mehr nach links ausrichten und dann lieber weiter hinten handeln wenn es denn nötig ist. Beim zweiten Versuch habe ich sie dann auch anders ausgerichtet und Jay Jay hielt prima die Richtung. D2 durfte sie dann auch noch einmal arbeiten.
 

Sonntag, 28. Januar 2018

Training in der Sandkuhle

Ganz spontan gab es heute noch ein kleines Training für Jay Jay und Mozart. Dazu waren wir in der Sandkuhle. Zuerst kam Geenie, danach dann Mozart. Da die beiden gestern schon Training hatten und wir da am Voran und an der Merkfähigkeit von Markierungen gearbeitet haben, haben wir uns heute mit der großen Suche beschäftigt. Für Geenie das erste Mal, für Mozart das zweite. Wir haben nur ein einziges Dummy ausgelegt auf einer Totgrasfläche von etwa 10 x 5 Metern. Die Kleinen durften jeweils zuschauen wie ausgelegt wurde. Wir sind einmal um das Gebiet herum gegangen und dann einige Male in Serpentinen hindurch. Irgendwo zu Beginn wurde ein Dummy fallen gelassen.

Geenie hat ihre Sache sehr gut gemacht, auch wenn sie sich erst einmal an einer Stelle festgeschnüffelt hat. Irgendwas muss dort gewesen sein, denn auch Mozart interessierte sich sehr für die Stelle. Nur hatte er schon ein klitzekleines bisschen mehr Erfahrung und hatte schon eine Ahnung was er dort tun soll. Aber auch Geenie suchte sehr fein und vor allem ausgiebig. Es war sehr schön zu sehen, wie sie lernte wo sie suchen muss und wo das Gebiet zu Ende ist. Und endlich fand sie das Dummy und brachte es brav zurück. Auch beim zweiten Dummy suchte sie sehr schön. Als mir auffiel, dass sie anfängt zu schwächeln, habe ich unbemerkt ein zweites Dummy in unsere Nähe gelegt und als sie das nächste Mal vorbei kam, fand sie es. Das andere habe ich dann eingesteckt, bevor wir die Hunde getauscht haben.

Auch Mozart hat seine Sache gut gemacht. Und das, obwohl zuvor die läufige Geenie im selben Gebiet gearbeitet hat. Das hat ihn überhaupt nicht interessiert!Als das erste Dummy ausgelegt wurde, war ich mir sicher das er gesehen hat wo es ist, denn auch ich hatte gesehen wie es gefallen ist. Und richtig! Ich schickte den kleinen Mann in die Suche und er lief zielstrebig dorthin, pickte und kam zurück. Ok, ein bisschen vorsichtiger fallen lassen bitte. Beim zweiten Versuch hat er es nicht mitbekommen, denn ich habe ihn nicht die ganze Zeit zuschauen lassen, sondern ein bisschen mit Fußlaufen abgelenkt. Erst als es schon ausgelegt war durfte er weiter gucken. Der Bub suchte sehr schön und ausgiebig. Heute wusste er was zu tun ist. Und er suchte sich immer wieder schön zurück ins Gebiet. Nachdem er gefunden hat, kam er auch unverzüglich zu mir zurück mit dem Dummy. Auch das zweite Dummy suchte er ausgiebig.

Nun holten wir die Großen aus dem Auto. Blue durfte zuerst einmal die Fährte abarbeiten, die ganz am Anfang für ihn gelegt wurde, während Jay Jay zuschaute und die Fährte danach noch mal nacharbeiten durfte. Hat sie gut gemacht. Während Blue dann wieder ins Auto musste, ging es für Jay Jay ins Dummytraining.

Beim letzten Training von Jay Jay war sie ja nicht so gut an dem Hügel vorbei gegangen, nachdem sie zuvor dort in der Suche gewesen ist. Und deswegen habe ich das heute noch mal mit ihr geübt. Der Übungsaufbau war derselbe wie beim letzten Mal, nur gab es dieses Mal keine zusätzliche Markierung. Die ist aber auch für ihr Verständnis nicht notwendig gewesen.

Zuerst habe ich meinen Helfer am Waldrand positioniert und genaueste Instruktionen gegeben wann ich gerne eine Hilfe hätte und wann ein Dummy ausgelegt werden soll. Wobei ich jetzt im Nachhinein gesehen die Dummys ja auch gleich alle dort hinlegen hätte können. Wir haben ja kein Tauschproblem. Egal. Ich brauchte auf jeden Fall für etwaige Hilfen dort einen Helfer. Danach bin ich mit Jay Jay zum Hügel gegangen und habe vor ihren Augen dort vier Dummys ausgeworfen. Nun ging es weiter zum Startpunkt. Dieser lag nur ein kleines Stück am Hügel vorbei um es möglichst einfach zu machen am Anfang.

Ich schickte Jay Jay voran in Richtung Waldrand. Wie erwartet, bog sie schon nach kurzem nach rechts zum Hügel ab und erntete ein Nein von mir. Rückrufpfiff. Jay Jay reagiert sofort und kommt zurück. Zeichen zum Helfer und ein Geräusch ertönt. Ich schicke Jay Jay ein weiteres mal und sie läuft zum Waldrand. Auf Höhe des Stopps pusche ich sie noch mal, ein weiteres Mal als sie den Weg überqueren muss (fehlt auf der Zeichnung). Suchenpfiff am Waldrand und Jay Jay kommt sofort zurück mit dem Dummy.

Nun schicke ich sie wieder Voran und sie gibt auch ordentlich Gas. Stoppfiff am Hügel. Jay Jay stoppt sofort. Da ich schon lange nicht mehr dafür belohnt habe, gab es einen Click und ich stiefelte los um sie zu belohnen. Zurück an meinem Platz schickte ich sie dann nach rechts und gab das Suchenkommando. Nach Abgabe des Dummys schicke ich sie wieder Voran auf den Waldrand zu. Auch dieses Mal biegt Madame nach ein paar Metern nach rechts ab. NEIN! Und Rückrufpiff. Jay Jay reagiert sofort und kommt zurück. Nächster Versuch: Ich schicke Jay Jay ein weiteres Mal Voran und pusche sie sofort nachdem sie losgelaufen ist. Und sie läuft tatsächlich am Hügel vorbei zum Waldrand! Und das obwohl es keine weitere Hilfe von dort gab. Nun durfte sie abwechselnd mal zum Waldrand und mal auf den Hügel bis wir alle Dummys eingesammelt hatten. Genau so hatte ich mir das Training vorgestellt. Das werden wir nun noch ein paar Mal an unterschiedlichen Stellen üben. Sie muss verstehen, dass sie solange Voran laufen muss bis ich etwas anderes sage. Egal ob sie meint zu wissen was kommt oder nicht. Hier bestimme ich, nicht sie.


Samstag, 27. Januar 2018

Training mit den weiblichen Düften

Ich bin so stolz auf meine kleinen Mozart. Heute morgen hatten wir wieder Junghundetraining. Anwesend waren Nieke, Geenie und Mozart. Da beide Mädels läufig sind, habe ich das Training heute dazu benutzt um mit dem kleinen Mann daran zu arbeiten, dass er auch arbeiten kann/soll/muss, wenn es tolle Gerüche gibt. Und so durften zuerst die beiden Mädels arbeiten und danach kam er dann dran.


Als ich ihn aus dem Auto holte, war er sehr aufgeregt, trotzdem nahm er sich sehr schön zurück, damit ich überhaupt die Box öffne. Dumm ist der Bub nicht, er weiß was von ihm verlangt wird, damit bestimmt Dinge geschehen. Eine der Regeln: Artig warten beim öffnen der Autobox, sonst wird das nämlich nix. Auf Kommando sprang er dann raus, als würde er herauskatapultiert. Da ich ja wusste, dass der Süße durch das Warten mächtig aufgeregt ist, habe ich ihn gleich nach ein paar Metern wieder gestoppt und zurück gepfiffen. Und um ihn ein wenig zu beruhigen, gab es Futter auf der Erde, das er sich suchen sollte. Während wir alle gemeinsam zu unserem Trainingsort gingen, habe ich Mozart laufen lassen, ihn aber alle paar Meter wieder zu mir zurück gerufen oder gepfiffen. So merkte ich, dass er seinen Stress langsam abgebaut hat und leinte ihn an. Eine zweite Regel bei uns: Es geht nicht vorwärts, wenn man an der Moxon nicht vernünftig läuft. Nicht einen einzigen Schritt. Und als hätte ich einen Schalter umgelegt, war Mozart voll konzentriert sobald ich ihn angeleint hatte.


Als wir im Trainingsgelände angekommen sind und ich mich auf den Startpunkt gestellt habe, hat Mozart auch sofort gemerkt, dass hier zuvor schon seine beiden Schwestern waren. Und er hat gemerkt, dass diese besonders gut riechen! Die Nase ging erst einmal auf den Boden. Wie gesagt, es ging mir heute nicht darum wirklich mit dem Buben Dummytraining zu machen, sondern vielmehr daran zu arbeiten solche schönen Düfte zu ignorieren. Deswegen habe ich ihn angesprochen, dass er hochschaut um ihm einen Click geben zu können und ihn zu belohnen. Gemeinsam sind wir dann das erste Dummy auslegen gegangen. Auch hier ging die Nase noch mal runter, denn auch seine Schwestern haben dort gesessen und gewartet bis das Dummy ausgelegt ist und es wieder zurück zum Startpunkt geht. Kaum liegt das Dummy, merkte ich wie ein Schalter umgelegt wurde. Mozart drehte sich wie immer mit mir um und ging artig Fuß ohne das ich etwas dazu sagen musste. Eine weitere Regel, die sich jetzt auszahlt. Zurück ziehen zum Ausgangspunkt gibt es nicht! Auch hier - immer lockere Leine bzw. Fuß. Mozart ging also artig neben mir, drehte sich zusammen mit mir um, wartete artig ohne Leine neben mir, bis ich ihn zum Dummy schickte. Der Bub machte absolut keine Anstalten noch einmal diese wunderbaren Düfte zu erschnüffeln. 


Der kleine Mann war das ganze Training über hundertprozentig bei der Sache und hat phantastisch gearbeitet. Wir haben erst Voran in drei Richtungen gearbeitet und danach dann noch einmal an allen drei Stellen gleichzeitig gearbeitet. An der ersten Stelle habe ich ein Dummy zusammen mit Mozart ausgelegt, an der zweiten Stelle fiel eine Markierung und an der dritten Stelle fiel ebenfalls eine Markierung. Nun schickte ich Mozart zuerst zu dem von uns gemeinsam ausgelegten Dummy. Hier machte er einen kleinen Fehler und bog vor mir ab um zu einem anderen Dummy zu laufen. Er ließ sich aber schnell zurück pfeifen. Nächster Versuch und der Bub lief sehr schön geradeaus und brachte mir das richtige Dummy. Danach durfte er dann das zuerst geworfene Dummy holen. Während er auf dem Rückweg war, wurde an derselben Stelle ein weiteres Dummy nachgelegt. Auch die zweite Markierung holte er gut und auch hier wurde ein Dummy an dieselbe Stelle nachgelegt. Zum Schluss schickte ich ihn noch einmal auf die beiden nachgelegten Dummys. Das war überhaupt kein Problem für ihn. Der Bub arbeitete, als wenn er das schon immer gemacht hätte. Damit war das Training dann auch für ihn beendet und wir gingen zurück zum Auto.


Und obwohl er eigentlich hätte flitzen können, blieb er die ganze Zeit in meiner Nähe. Selbst als wir bei den Autos standen und er unangeleint war, blieb er. Mozart war nach wie vor im Arbeitsmodus und hätte wohl gerne noch weiter gemacht. Ich bin wirklich mehr als begeistert von dem Training. Hat der kleine Mann doch gezeigt, dass er sich trotz der beiden läufigen Schwestern wunderbar konzentrieren kann. Er hat wunderbar gearbeitet, was ja überhaupt nicht mein Ziel war. Von Anfang an war klar, dass ich nur das mache was er heute bieten kann. Und das war viel, viel mehr als ich erwartet hatte. Und das obwohl seine Dottie zuhause auch endlich läufig geworden ist.

Freitag, 26. Januar 2018

Training im Nebel

Heute habe ich mich mit Isabella und Birgit zum Training getroffen. Nach langer Zeit mal wieder in der Sandkuhle. Zuerst waren die Kleinen dran, danach die Großen. Da Mozart im Moment durch seine läufigen Schwestern immer als Erster dran kommt, musste er heute mal warten. Das erste Mal auch seit er und ich uns auf vernünftiges Apportieren geeinigt haben. Ich war gespannt, ob mein Bub vor Aufregung und Anspannung gut arbeiten wird. Als er endlich dran war, und ich ihn aus dem Auto holte, hingen Sabberfäden rechts und links von den Lefzen runter. Die lange Wartezeit hat ihn also doch ganz schön aufgeregt.

Zuerst durfte er ein wenig flitzen und sich dabei dann auch lösen während wir den Weg nach unten in die Kuhle gingen. Dabei habe ich schon mal ein wenig Rückruf geübt. Kurz bevor wir unten angekommen sind, habe ich Mozart dann angeleint. Während ich meinen Helfern erzählte was und wie ich üben möchte, saß mein Bub brav neben mir. Dann ging es los. Ich wollte Mozart an eine für ihn unbekannte Stelle voran schicken, ohne das er zuvor schon einmal dort gewesen ist. Als Hilfe stand uns aber der Helfer gegenüber und machte beim ersten Mal ein Geräusch.

Mozart sitzt entspannt neben mir und wartet bis es losgeht:

Ich schickte den kleinen Mann und er lief auch zielstrebig los und nahm die Nase runter als der Suchenpfiff ertönte. Ein bisschen Suchen und schon hatte er das Dummy und kam schnell damit zu mir zurück. Er hatte so viel Speed drauf, dass er an mir vorbei schoss. Sofort ertönte ein "Nein Mozart" und er kam in einem kleinen Bogen sofort zu mir zurück. Während er auf dem Rückweg zu mir war, wurde das nächste Dummy bereits ausgelegt. Dieses mal schickte ich den Bub ohne das zuvor ein Geräusch ertönte. Und auch dieses Dummy holte er ganz artig, genauso wie das Dritte. Und beide Male kam er direkt auf mich zu und rannte mehr oder weniger in mich rein.

Platzwechsel. Nun sollte Mozart ein Dummy vom anderen Helfer holen. Auch hier mit Geräusch. Und dazu gab es dann auch noch zwei Bilder.  
 

Als letzte Aufgabe wollte ich zwei Markierungen in einem Winkel zwischen 90 und 180 Grad für Mozart haben. Zuerst fiel das linke Dummy, danach das rechte. Ich drehte mich mit dem Buben wieder zum ersten Dummy zurück und schickte ihn. Während er das rechte Dummy holen durfte, wurde auf die linke Stelle ein Dummy nachgelegt. Ebenso auf der rechten Seite. Das haben wir noch nie gemacht bisher. Aber der kleine Mann hat die Aufgabe phantastisch gemeistert! Und auch diese Dummys brachte er unverzüglich zu mir. Ich habe heute sogar einige Male den Rückrufpfiff nicht gegeben und trotzdem ist er immer sofort zu mir gekommen. Ich bin richtig stolz darauf, wie gut er mit seinen 10 Monaten schon arbeitet. Damit war sein Training dann beendet und Jay Jay war dran.

Das kleine Schwarze war begeistert das sie jetzt dran war. Und sie hat soooooooo toll gearbeitet heute! Nicht das sie auf Anhieb alles richtig gemacht hätte, aber das kann ich ja auch nicht erwarten. Sie hat aber sehr gut mitgearbeitet und sich toll leiten lassen. Und daraus hat sie dann auch gelernt.  

Erste Aufgabe: Am Waldrand werden einige Dummys ausgelegt und dann gehe ich auf meinen Startplatz. Um diese Dummys zu holen, muss Jay Jay an einem Hügel vorbei, auf dem mehrere Dummys für eine Suche liegen. Dieser befindet sich schräg rechts vor uns. Auf der linken Seite wird zuerst eine Markierung geworfen, die zuletzt gearbeitet wird. Zuerst schicke ich Jay Jay voran an den Waldrand. Beim ersten Versuch driftet sie zu weit nach links und ich rufe sie zurück. Beim zweiten Versuch läuft sie schön geradeaus, Suchenpfiff und schon kommt sie mit ihrem ersten Dummy zurück. Nun schicke ich sie wieder Voran, stoppe sie und dann geht es nach rechts auf den Hügel in die Suche. Als letztes holt sie die Markierung. Fast Punktgenau! Wow! Damit hatte ich nicht gerechnet. Das ist auch genau das, woran wir arbeiten wollten: Sich eine Markierung über einen längeren Zeitraum zu merken.

Ich habe die Aufgabe noch einmal widerholt mit meiner Maus. Bzw. ich habe versucht sie noch einmal zu widerholen. Aber ich bekam sie nicht in Richtung Waldrand, so dass ich schließlich aufgegeben habe und sie in die Suche auf den Hügel schickte. Mittlerweile war eine lange Zeit verstrichen bis ich sie endlich zur Markerierung schickte. Und auch diese Markierung hatte sich mein Mädchen gut gemerkt. Das Voranschicken an dem Hügel vorbei werden wir auf jeden Fall gesondert noch mal üben. Da muss ich mir noch ein paar Gedanken drüber machen wie ich das am geschicktesten aufbaue. War wohl eindeutig zu schwer, nachdem sie das erste mal in der Suche war.

Nachdem die beiden anderen auch gearbeitet hatten, haben wir das Gebiet gewechselt. Nun gab es zwei Markierungen im 90-Grad-Winkel. Die erste Markierung fiel blind. Wir hörten nur den Aufprall. Das hatten wir uns eigentlich anders vorgestellt, aber durch den Nebel war einfach nichts zu sehen. Der Helfer sollte extra außer Sicht stehen und das Dummy wurde über einen Weg geworfen. Das zweite Dummy auf der linken Seite war auch nicht sehr viel besser zu sehen. Das war also beide Male ein absoluter Blindflug für Jay Jay und auch für Maya und Millie. Aber das Leben ist nun mal kein Ponyhof und so kann es uns schließlich auch irgendwann passieren, aus welchen Gründen auch immer. Geholt wurde zuerst das zuerst geworfene Dummy, danach dann das andere. Trotzdem Jay Jay keine wirkliche Ahnung hatte wo die Dummys genau liegen, hat sie sie sehr schnell gefunden.

Die letzte Aufgabe war ein beschossenes Blind. Hierzu schickten wir die Hunde in einen schmalen Weg der zwischen den Kiefern verlief. Der Helfer war natürlich außer Sicht. Nur wir wussten so in etwa wo das Dummy liegt. Das aber einzuschätzen war gar nicht so einfach. Hinzu kam eine weitere Schwierigkeit, die ich vorher nicht bedacht hatte. Wir standen auf einer freien Fläche und ich wollte von dort in den Weg rein schicken. Von direkt vor dem Eingang wäre die Übung ja witzlos gewesen. Also ging ich ein Stück nach hinten und musste dann feststellen, dass sich zwischen uns und dem Eingang des Weges zwei "Büsche" befanden, zwischen denen Jay Jay zuerst hindurch musste.  Der Brötchentüten-Schuss ertönte und ich schickte Jay Jay voran. Sie lief auch artig durch die Büsche hindurch, traf aber am Ende nicht den Eingang des Weges, sondern war ein wenig nach links abgedriftet. Deswegen habe ich sie dann zu  mir zurück gerufen und es ein zweites Mal probiert. Dieses mal lief sie gerader und ich puschte sie mit mehreren "Vor, Vor, Vor". Jay Jay nahm das sehr gut an und lief den Weg entlang. Da die Tiefe wirklich nicht einfach einzuschätzen war, musste ich mich auf mein Mädel verlassen. Als ich das Gefühl hatte, das sie das Dummy erblickte, gab es von mir den Suchenpfiff. Und schon schnappte sie sich das Dummy und kam schnell damit zu mir zurück.

Warten, das das letzte "beschossene" Dummy geholt wird, das wir ausgelegt haben. Dann ist Feierabend. Hier zwischen den Bäumen gabs dann auch tatsächlich keinen Nebel.

Das reichte dann auch. War ein schönes, wenn auch sehr nebeliges Training gewesen. Und ich bin begeistert dass Jay Jay wieder so schön mitarbeitet und das sie sich vor allem die Markierungen jetzt länger merken kann. Ich freue mich schon aufs nächste Mal.