Montag, 21. Mai 2018

Smuck un Pietsch - Schnupper WT

Am Pfingstmontag durften Mozart und ich das erste Mal gemeinsam bei smuck un plietsch schnuppern. Ich war wahnsinnig aufgeregt und konnte wie üblich die Nacht vorher kaum schlafen. Wir waren pünktlich vor Ort und konnten so erst noch einen kleinen Spaziergang machen. Dann Anmeldung, Hund und Zubehör aus dem Auto holen und ab ging es ins Gelände. Das erste Mal in so einem Pulk mit Mozart. Es ging tatsächlich besser als gedacht.  :yeah: Klar war er aufgeregt, aber er ist trotzdem recht gut an der Leine gegangen und hat mich nicht wie befürchtet durch die Gegend gezogen. Die erste Hürde war also gemacht.

Wir hatten die Startnummer 21 und waren somit die dritten in der vierten Gruppe. Begonnen haben wir somit dann auch bei Aufgabe 4. Kaum hatten wir uns eingerichtet, ging es auch schon für den ersten Starter los. Ich machte mich dann auch bereit und bin mit Mozart und meiner Begleitung schon einmal bis zu der Stelle vorgegangen die uns angewiesen wurde. Auf dem Weg dahin lief Mozart phantastisch Fuß. Natürlich habe ich das bemerkt und erst einmal darauf geschoben, dass er wohl merkt dass es jetzt ernst wird. Das hat er schon gelernt, dass er nicht zum Erfolg kommt im Dummytraining, wenn er zieht. Umso länger dauert es dann. Der Bub stand dann oberbrav mit mir auf dem Grünstreifen. Eine Hündin ging an uns vorbei und stellte sich mit Besitzerin zwei, drei Meter von uns entfernt auf. Mozart stand stocksteif und schaute sie an, dann fing er an in der Hinterhand zu zittern. Wow, DER ist aber echt aufgeregt. Dann legte sich mein Bub hin. Ein weiterer Hund ging an uns vorbei und schnüffelte Mozart ab. KEINE Reaktion. Und da schrillten bei mir alle Alarmglocken. Das war definitiv nicht normal. Hatte ich für das artige laufen neben mir und das steif stehen noch eine Erklärung, so war das zittern und dann das Ignorieren des anderen Hundes absolut unnormal.

Ich habe den Bub zum Aufstehen bewegt und bin mit ihm ein paar Schritte gegangen. Nix. Hab meine Begleitung gebeten mit ihm ein Stück zu laufen um  mir das Gangbild anzusehen. Nix. Dann haben wir überlegt, ob er sich vielleicht eben weh getan haben könnte, als er auf unserem Platz so rumgehampelt hatte und sich in der Leine verwickelte. Nein, eigentlich nicht, die Leine war definitiv nicht stramm gezogen gewesen. Trotzdem habe ich die Beine und Pfoten kontrolliert. Vielleicht ist er wirklich so aufgeregt??? Mittlerweile Schoß es auch aus drei Richtungen, etwas das der Bub noch nicht kennt. Dann waren wir dran. Weil ich nichts finden konnte bin ich mit Mozart in die Aufgabe gegangen.



Wir nehmen Aufstellung, ich leine Mozart ab und ein Schuss fällt. Den Schützen kann ich links bei den Bäumen sehen. Dann fliegt ein Dummy aus den Bäumen hervor auf das Grün. Den Werfer hatte ich überhaupt nicht bemerkt zuvor. Freigabe und ich schicke Mozart mit Apport. Er hat grottig markiert. Also eigentlich hat er überhaupt nicht markiert. Das kann er definitiv besser. Nach langem suchen war er dann endlich in der Region wo ich pfeifen konnte. Ich gebe den Suchenpfiff und Mozart findet und bringt mir das Dummy in die Hand.  :blush: Werfer und Schütze gehen weiter nach links hinter der Baumwurzel entlang. Schuss und das Dummy fällt in den Weg hinein. Freigabe und Mozart schießt in die richtige Richtung. Aber auch hier, superschlecht bis gar nicht markiert, so dass er wieder in eine große Suche verfällt und ich dann mit dem Suchenpfiff an der richtigen Stelle helfen musste. Das Dummy bringt er mir wieder artig in die Hand.

Mit Mozart stimmt etwas nicht! Definitiv ist das nicht mein Hund!.  :cry: Wir gehen auf unseren Platz zurück, meine Begleitung bestätigt mir, dass das nicht Mozart ist. Er ist total gestresst, hechelt wie blöd, arbeitet "schrottig". Eine simple einfache Markierung kann er. Er markiert sogar sehr gut. Viel besser als seine Mutter. Ein Naturtalent. Ist er wirklich so aufgeregt? Das war er auf der JAS/R nicht. Ich lege den Bub auf die Seite und untersuche noch mal seine Beine und schaue auch zwischen den Pfoten, denn er ist wieder total artig neben mir zurück gegangen. Viel artiger als Leinenführigkeit. Normalerweise hüpft er neben mir. Aber davon war nichts zu merken. Da ich nichts finden konnte, aber davon überzeugt war, dass er etwas hat, habe ich weiter überlegt. Ist er vielleicht gestochen worden? Das wäre eine Möglichkeit, die so einiges erklärt. Vor allem auch das plötzliche Zittern in der Hinterhand. Ich habe immer meine Notfallapotheke dabei und habe ihn mit Apis versorgt, außerdem auch noch mit Arnica wegen des Schmerzes (das hatte die Dottie damals als sie in die Pfote gestochen wurde und immer wieder lahmte auch bekommen). Dann noch Rescue, denn irgendwie stand der Bub unter Schock. Ich setzte mich zu ihm auf den Boden und kraulte ihm die Ohren und hielt ihn ihm Arm. Er hechelte und hechelte und war sichtlich neben der Spur. Etwa 10 Minuten später hörte die Hechelei auf und er wurde ruhig. Anscheinend habe ich richtig gelegen mit meiner Vermutung des Stiches.

Es wurde Zeit, dass wir uns für die nächste Aufgabe aus der Wartezone raus bewegen. Nun ging Mozart lockerer und nicht mehr gestresst neben mir. Trotzdem habe ich ihn noch ein bisschen hochgepuscht. Vielleicht sogar ein bisschen zu viel.  ;) Aber egal, mir ging es vor allem darum, dass ich meinen Hund wieder habe! Und dann ging es los zu Aufgabe 5.




Wir stehen direkt vor einem "Zaun", der ein Stück Heide umgibt. Geradeaus schaue ich auf eine Reihe Birken. Dahinter verbirgt sich der Schütze, den ich erst bemerke als der Schuss abgegeben wird und das Dummy zwischen zwei ganz dicht zusammenstehenden Bäumen fällt. Bevor es aber soweit ist, schießt Mozart schon mal los in die Richtung. Ich kann ihn zurückpfeifen und darf noch mal beginne. Der Schuss fällt und das Dummy fliegt. Diese Markierung soll NICHT sofort geholt werden. Stattdessen soll der Hund aus einer Verlorensuche ein Dummy holen.


Die Suche beginnt ungefähr vor unseren Füßen und geht dann nach links weiter. Damit Mozart nicht geradeaus läuft drehe ich mich um etwa 45 Grad nach links und schicke ihn in die Suche. Weiter konnte ich mich nicht drehen, denn dann wäre er den Weg hochgelaufen auf dem wir standen. Das war für uns definitiv zu eng. Wir sind Anfänger. Mozart läuft natürlich in Richtung der Markierung. Läuft sogar direkt drüber weg und sucht und sucht. Nachdem ich den Hund in die Suche geschickt habe, darf ich mich den Weg hochbewegen. Und das mache ich auch und pfeife den Bub zu mir. Als er kurz vor mir ist, gebe ich das Suchenkommando. Er nimmt die Nase runter und findet schnell. Nach Abgabe gehe ich mit ihm zurück zu unserem Startpunkt und weise ihn auf das Memory ein. Ich bin mir ziemlich sicher, dass er keine Ahnung hat wo das liegt. Die Richterin sagte mir hinterher ebenfalls, das sie das geglaubt hatte. So war es aber nicht. Mozart läuft schnurgerade auf die Bäume zu. Ich gebe den Suchenpfiff, er pickt und ist schon mit Dummy wieder bei mir. Abgabe in die Hand. Er scheint also einen Unterschied zu machen zwischen Markierung und Suche. Denn eigentlich hätte er das Dummy dann aus der Suche mitbringen müssen. Er wusste ja das es dort liegt.

Ok, die Arbeit war jetzt nicht phantastisch gewesen, so eingesprungen bevor es überhaupt an die Arbeit geht, macht er sonst nicht. Das hat wohl daran gelegen, dass ich ihn zuvor so hochgepusht habe. Wir packen unsere Sachen und gehen zu Aufgabe 1. Dort angekommen ist niemand außer uns in der Wartezone. Gearbeitet wird auch gerade nicht. Richter und Helfer warten auf "Kundschaft". Also warten wir, bis die anderen die vor uns dran sind auch endlich ankommen. Endlich geht es los.



Der Schütze steht links an den Bäumen und schießt. Ich soll Mozart ein Stück vor in die Suche schicken. Dort steht eine Reihe kleiner Birken, in denen sich mehrere Dummys befinden. Mozart soll 2 holen. Ich schicke den Bub in der festen Annahme, dass er in der Nähe des Schützen suchen wird. Naja, das war wohl nix. Er hat eine Riesensuche daraus gemacht. Immer wenn er in die Nähe der Stelle gekommen ist, habe ich versucht ihn dort zum Suchen zu bekommen. Irgendwann hat es auch geklappt. Das zweite Dummy hatten wir dann schneller. Abgabe der Dummys beide in die Hand. Ich hätte ihn Voran schicken sollen und dann dort das Suchenkommando geben. Da es aber keine 10 Meter waren bis ins Suchengebiet, habe ich gedacht das müsste ich nicht. War wohl nix. Dazu ist Mozart einfach noch viel zu unerfahren. Er hat ja auch noch nicht so oft Schüsse erlebt. Auf der JAS/R drei Stück und dann im Training auch zwei oder drei. Das wars.

Und weiter geht es zu Aufgabe 2. Auch hier müssen wir nicht lange warten und dann sind wir schon dran. Jetzt ist Mozart endlich wieder der alte! Auf dem Weg zur Aufgabe 1 war er immer noch ein wenig verhalten, nun auf dem Weg zur 2 hatte ich endlich wieder meinen Bub bei mir!  :blush: Da war ich wirklich froh.



Wir stehen beim Richter und er erklärt mir die Aufgabe. Dann gehe ich mit Mozart angeleint zum Kreuz. Dort leine ich ihn ab und stecke die Leine ein. Alleine gehe ich weiter bis fast zum Busch und werfe das Dummy in den Busch hinein. Dann geht es zurück zu Mozart und mit ihm in Freifolge zurück zum Richter. Wir drehen uns um 90 Grad nach links und gehen ein paar Schritte weiter bis wir stehenbleiben.


Vor uns auf der linken Seite steht der Schütze. Schuss und ein Dummy fällt. Der Schütze geht ein Stück weiter, Schuss und ein zweites Dummy fällt. Und Mozart läuft los.  :umfall: Ich kann ihn zurückpfeifen bevor er am Dummy ist. Wir dürfen weiter arbeiten, ist ja schließlich ein Schnupper-WT. Nun drehen wir uns um und gehen ein paar Schritte zu unserem Ausgangspunkt bevor wir uns dann um 90 Grad nach links drehen. Mozart darf nun das von mir ausgeworfene Dummy holen, was er auch artig macht und in die Hand abgiebt. Drehung um 90 Grad nach rechts und wieder geht es ein paar Schritte Fuß, bevor der Bub dann eines der beiden Dummys die zuvor gefallen waren, holen darf. Das hat er auch artig gemacht. Schnell gepickt und in die Hand gebracht. Genau so (bis auf das einspringen) kenne ich meinen Hund! Er ist wieder voll da!  freufreu

Der Richter sagte mir dann, dass ich versuchen sollte ruhiger mit meinem Hund zu arbeiten. Der hat gut Reden! Ich war mit meinen Neven am Ende! Vor allem weil ich mir solche Sorgen um den kleinen Mann gemacht habe. Wir gehen weiter zu Aufgabe 3, wo wir bereits erwartet werden. Wir warten nur noch auf die letzte Teilnehmerin und dann dürfen wir los. Dieses Mal geht es auf eine Wiese.



Wir stehen auf einer Wiese. Vor uns ein ganz schmaler Graben (bei uns heißt das Grippe). Auf beiden Seiten ist dieser von einer Art Zaun umsäumt. Schräg links vor uns steht der Schütze. Dieser geht ein Stück auf uns zu. Schuss und das Dummy fällt ganz flach in unsere Richtung. Nach Aufforderung darf ich Mozart schicken. Er hat das Dummy nicht gesehen. Er hatte NULL Ahnung wo es war. Dummerweise lief er auch auf der falschen Seite des Windes. Selbst als ich gepfiffen habe konnte er es nicht finden und schließlich ging er in eine große Suche über. Ich habe ihn dann nach Aufforderung zurückgepfiffen und Mozart schien richtig erleichtert, dass ich ihn zurückrufe. Den zweiten Teil der Aufgabe durften wir dann auch arbeiten. Der Schüte ging weiter nach links. Schuss und ein Dummy fällt. Dieses hat der Bub dann auch sofort gebracht.

Das war es dann auch schon. Unser erster Schnupper-WT war beendet. Mozart hat das wirklich toll gemacht. Ich nicht. Ich war so durch den Wind, dass ich vieles falsch entschieden habe. Vielleicht wäre es sogar besser gewesen sofort aufzuhören, als ich gesehen habe das er etwas hat. Das hat uns zu mindestens durch die ersten drei Aufgaben begleitet. Jetzt im Nachhinein verstehe ich auch, warum er so schnell in die große Suche verfällt. Richtig mit Schuss gearbeitet hat er nur ein einziges Mal auf der JAS/R. Und da gab es den Schuss bei der Verlorensuche! Auch die Wasserarbeit war für ihn eher eine Verlorensuche, denn er konnte die Ente ja nicht sehen und musste suchen. Er hat da einfach noch keine Erfahrung. Das werden wir nun ändern und er wird nun lernen, dass es nach einem Schuss eine Markierung geben kann. Trotzdem bin ich sehr zufrieden mit dem was er gezeigt hat. Vor allem, dass er mir jedes Dummy in die Hand gebracht hat. Das ist nämlich eigentlich unsere Baustelle. Alles andere ist einfach Erfahrung. Und ich bin auch sehr stolz darauf, dass er trotzdem mit mir gearbeitet hat.

Nach der Mittagspause waren dann die Veteranen dran bei denen wir auch noch zugeschaut haben. Mozart allerdings durfte erst mal im Auto schlafen. Später haben wir dann noch einen schönen Spaziergang gemacht und ein paar schöne Leckereien eingekauft.

Samstag, 19. Mai 2018

Jay Jay ist läufig


Es ist soweit, Jay Jay ist läufig!freufreu


Das erste gemeinsame Training

Heute hatten wir wie immer Dummytraining mit einigen Geschwistern. Letzte Woche kam die Frage auf, wann wir denn wieder zusammen arbeiten. Zu Beginn des Trainings haben wir alle gemeinsam an der Unterordnung gearbeitet, als es dann ins Dummytraining ging, sind wir zum Einzeltraining übergegangen. Ich habe also die ganze Woche darüber nachgedacht und beschlossen wir wagen es heute.

Die Überraschung war groß, als wir uns trafen. Jeder holte seinen Hund aus dem Auto - wir waren heute nur zu dritt - und dann ging es gemeinsam den Weg entlang ins Trainingsgebiet. Heute dann mal an der Leine. Sonst beim Einzeltraining durften die Jungspunde immer schon mal ein wenig Dampf im Freilauf ablassen. Trotzdem waren alle drei recht gesittet und ansprechbar als wir ankamen.

Da es nach langer Zeit das erste Mal gemeinsames Training war, haben wir nur leichte Sachen gemacht. Ganz simples Voran auf ein Dummy das jeder zuvor mit seinem Hund ausgelegt hat. Die anderen beiden standen rechts und links in einiger Entfernung und sollten zuschauen. Der erste Durchgang lief wirklich gut! Und so haben wir dann doch ein bisschen was schwierigeres gemacht. Zwar wurden die Dummys immer gemeinsam mit dem Hund ausgelegt, aber danach wurden sie dann rückwärts und auch seitwärts geschickt während die beiden anderen zuschauten. Das Training fand immer im Wechsel statt. Jeder Hund arbeitete immer nur ein einziges Dummy und dann kam der nächste. Man konnte schon merken, dass die drei doch ein wenig aufgeregt waren, aber sie arbeiteten wirklich gut!

Zum Schluss haben wir noch einmal das Gelände gewechselt und ich habe Mozart abgesetzt um eine Verlorensuche auszulegen. Auch die haben die Hunde nacheinander gearbeitet. Jeder durfte noch einmal 2 Dummys suchen. Ich war sehr zufrieden mit dem Training, das haben alle drei wirklich gut gemacht. Dann wird das Training nun also gemeinsam stattfinden. Zeitmäßig haben die Hunde deutlich länger trainiert als wenn sie einzeln dran waren, Dummys gab es hingegen weniger. Ich bin gespannt wie es sich weiter entwickeln wird und wann wir dann wirklich zusammen arbeiten können.

Freitag, 18. Mai 2018

Obedience

Heute Nachmittag wurde es endlich wieder ein wenig wärmer und so konnten wir tatsächlich noch einige Zeit im Garten verbringen. Ok, hätten wir vorher auch mit dicker Jacke gekonnt, aber das macht ja keinen Spaß! In der Sonne sitzen ist doch deutlich schöner. Fand Jay Jay auch, sie ist ihrer Lieblingsbeschäftigung nachgegangen - Blubberblasen machen.  lol




Freitag ist Obi-Tag. Und da das Training letzte Woche ausgefallen ist, haben wir uns heute umso mehr darauf gefreut. Am letzten Wochenende durfte ich in der Beginner-Klasse Stewarden und hatte danach so richtig Lust auch eine Prüfung zu laufen.  :uah: Das hatte ich ja schon lange nicht mehr!  ;)

Heute haben wir mit dem Fußlaufen begonnen. Aber so richtig gefallen hat es mir nicht. Das sah schon mal viel besser aus! Als ich vor einiger Zeit mit Mozart beim BH-Training an den langen Strecken gearbeitet habe und Frikadellen zu Hilfe genommen habe, lief er danach deutlich besser. Ich glaube ich gehe dann morgen mal Frikadellen kaufen.  :pfiff:

Danach habe ich mit dem Buben an der Pylone gearbeitet. Beim Stewarden ist mir aufgefallen, dass 10 Meter überhaupt nicht so weit sind. Ich musste ja zu Beginn meinen Parcour aufbauen und auch alles ordnungsgemäß ausmessen. Und als "meine" Beginner dann die Pylone gearbeitet haben, fand ich die Entfernung echt wenig. DAS können wir auch schon! Naja zu mindestens dann, wenn der Bub die Pylone stehen lässt! Nachdem er sie gleich beim ersten Mal umgeschubst hat und sie mir dann bringen wollte, habe ich mich dran erinnert, dass ich sie mit Heringen feststecken wollte. Gesagt, getan.




Nächster Versuch. Nun lief er nicht mehr so dicht daran vorbei, dass sie umfallen könnte. Ich bin hundertprozentig davon überzeugt, dass er wusste, das das nicht geht.  Baseball Ich habe dann recht schnell Entfernung aufgebaut und Mozart lief ganz toll um die Pylone. Damit ihr das auch glaubt, gibt es hier ein Beweisvideo:



Wir haben die Pylone dann noch aus einer anderen Richtung gemacht und Mozart hatte keine Ahnung mehr was er tun sollte.  :umfall: Ok, wir arbeiten dran.  lol

Dann haben wir uns die Box vorgenommen. Auch hier hatte ich am Wochenende festgestellt, dass wir die geforderten 10 Meter eigentlich schon können. Ich war wirklich erstaunt, wie dicht 10 Meter sind. Ich habe unser Target in die Box gepackt und den Bub geschickt. Er ist sofort hingelaufen und ich habe ihn dann ins Platz beordert. Das hatte er letzte Woche schon so schön auf Entfernung gemacht und heute tat er es, als wäre es das selbstverständlichste für ihn! Weil das so schön geklappt hat, habe ich ihn auch gleich aus einer anderen Richtung in die Box geschickt. Und auch hier lief er schnurstracks hinein und legte sich auf mein Kommando. Auch die dritte Seite arbeitete er genauso schön. Hach ich liiiiiiiiiiiiieeeeeeeeeeebe diesen Hund!  :blush: Er ist so toll!  :love2:

Dann hatten wir auch schon wieder Feierabend.

Betteln auf der Couch ...



Donnerstag, 17. Mai 2018

Training, Training, Training ...


Gestern hatten wir BH-Training. Wir haben an der Fußarbeit und auch an der Gruppe gearbeitet. Mozart hat das beides klasse gemacht. Unsere Trainerin hatte uns gemeinerweise verschiedene Ablenkungen auf den Rasen gestellt, an denen wir vorbei Fuß laufen sollten. So waren da Schüsseln mit Futter und auch Spielzeuge. Zuerst hat Mozart das gar nicht bemerkt, aber dann! Und als er es geblickt hatte, da wurde es ganz schön schwer für mich. Aber wir haben es gemeistert! Danach haben wir uns an der Gruppe ausgetobt. Dieses Mal war sie nicht aus Menschen sondern aus Pylonen. Der Bub hat das schön mitgemacht und sich auch gesetzt als ich neben einer Pylone stehen geblieben bin. Nur die Acht nach links klappt bei uns noch nicht so gut, Mozart prellt wenn ich links herum gehen will immer etwas vor. Aber das wird sicher auch bald besser.

Zum Schluss gab es noch eine Ablage. Heute deutlich länger als bisher und ich habe mich das allererste Mal auch getraut ihm den Rücken zuzudrehen! Natürlich habe ich das mit dem Smartphone kontrolliert. Das spiegelt sich nämlich phantastisch darin.  hihi Und Mozart ist tatsächlich die ganze Zeit lang liegen geblieben!  freufreu


Heute war die sechste Stunde im Agility-Einführungskurs. Und wir haben schon "richtig" Agility gemacht! Wie immer wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt, wir waren in der Gruppe, wo der Trainer zuerst den Slalom angeschaut hat und wir wartenden selbständig einen Kreis mit 5 Hürden und einem Tunnel, sowie den Reifen abarbeiten sollten. Da Mozart und ich warten mussten, haben wir uns mit dem Tunnel und den Hürden beschäftigt. Zuerst habe ich ihn vor der ersten Hürde abgesetzt und nach dem Sprung in den Tunnel geschickt. Wow! Das hat suuuuuuuuuuuper geklappt! Also gleich noch eine weitere  Hürde dazu genommen und auch hier hat Mozart ganz toll mitgearbeitet. Das war links geführt. Nun auf die andere Seite. Mozart rechts vor die erste Hürde gesetzt und danach in den Tunnel. Und ich konnte es kaum fassen, denn er hat den Tunnel tatsächlich angenommen! Letzte Woche hatte wir rechts geführt noch total die Probleme. Heute geht er in den Tunnel als hätte er das schon sein ganzes Leben lang so gemacht.  :blush: Danach dann mit zwei Hürden und dann mit 3 Hürden. Mehr konnte ich nicht machen, weil ich leider Knieprobleme habe und nicht so weit mitlaufen konnte, dass wir dann nach dem Tunnel noch eine Hürde nehmen konnten. Aber das war auch nicht so wichtig. Ich war schon mal richtig stolz auf den Buben, das er das so schön mitgemacht hat.

Dann waren wir dran mit dem Slalom. Der kleine Mann ließ sich ganz toll führen und hat schon angefangen ein bisschen schneller zu werden und kleine "Sprünge" um die Stangen zu machen. Wir sollten dann auf der einen Seite immer um einen Hürdenträger schicken - mal rechts herum,  mal links herum - und dann wieder in den Slalom. Beim letzten Durchgang hat der Bub ganz genau geschaut wo der Eingang ist und rechtzeitig abgebremst um den Eingang auch zu schaffen. Es war ganz deutlich zu sehen, dass er verstanden hat was er tun soll.  :love2:

Nach dem Slalom haben wir beide uns mit dem Reifen beschäftigt. Das haben wir letzte Woche das erste Mal gemacht und der Bub hat es sich wirklich gemerkt was wir uns erarbeitet haben. Er ist artig vor dem Reifen sitzen geblieben und ich konnte mich gleich seitlich hinstellen und ihn durch den Reifen abrufen.



Dann waren wir mit dem Steg dran. Ich hab Mozart auf den Stegabgang gesetzt und er sollte dann auf mein Kommando den Abgang hinunter laufen und mit den Vorderpfoten auf dem Target stehen bleiben. Dafür gab es Click und die Belohnung auf dem Target. Das hat er ganz toll gemacht und deswegen durfte ich ihn von der anderen Seite über den Steh führen und er musste dann ganz oben am Stegabgang warten. Ich habe mich dann wieder vor das Target am Ende des Steges gestellt und dem Bub das Kommando gegeben damit er kommen darf. Und schon stand er ganz toll auf dem Target.  :blush: Der kleine Mann ist soooooooooooooooooooooo toll!

Dann haben wir heute noch den Sacktunnel gemacht. Das war ein neues Gerät. Beim ersten Mal wollte Mozart nicht durch den neuen Tunnel durch und lief mit mir an ihm vorbei. Deshalb habe ich im hinten durch den Sack seinen Ball nach vorne gerollt und schon lief er hinterher. Dasselbe dann von der anderen Seite und auch hier lief er einfach hinterher. Beim nächsten Durchgang - wir haben uns alle immer hinten wieder angestellt und den Sacktunnel nacheinander gemacht - war das schon kein Problem mehr und der Bub ist sofort durch den Sacktunnel durch. Dafür gab es dann auch den Ball als er hinten raus kam. Wir haben das dann noch ein paar Mal gemacht und Mozart ist immer artig durch den Tunnel. Das wäre dann also auch erledigt.  hihi

Und dann war das Training auch schon wieder vorbei. Wir freuen uns schon aufs nächste Mal!


Den Nachmittag haben wir im Garten verbracht. Und wie kann es anders sein? Ich sitze auf nem harten Stuhl und die Schwatten liegen auf der Liege! Na Hauptsache es ist für die Hunde bequem!  lol

Außerdem hat Mozart endlich gelernt, wie man einen Skyrbecher ausleckt. Bis jetzt hatte ich den immer für ihn festgehalten, nun war mir das aber langsam zu blöde, die anderen können das schließlich auch allein. Also musste Mozart das endlich lernen. Beim ersten Versuch ist er gleich mal vorne drauf getreten und kam natürlich nicht mehr ran. Ich hab ihm den Becher dann weg genommen und wieder "hübsch" gemacht. Dann habe ich ihm gezeigt dass man den festklemmen kann. Das fand er gut. Und siehe da, beim nächsten Becher:




Sprungtraining

Wir waren heute auch wieder zum Sprungtraining. Wir waren nur mit 4 Hunden da - drei davon meine.  ;)

Zuerst der Setpoint. Eine niedrige Stange und dahinter in etwa einem Meter Abstand eine Doppelhürde die bei jedem Durchgang verstellt wurde. Mal höher, mal niedriger, mal weiter. Die Hunde müssen immer vor der ersten niedrigen Stange sitzen und aus dem Sitz vor die Doppelhürde springen um diese dann in einem guten Sprungbogen abzuarbeiten. Eine sehr gute Muskelübung.

Danach dann eine Hürde und jeweils nach rechts und links im 45-Grad-Winkel eine weitere. Dieses Mal wurden die Hunde nicht abgesetzt, sondern durften aus dem Laufen über die niedrigen Hürden springen. Dabei müssen sie sofort beim aufkommen wieder abspringen. Dieser Aufbau diente der Biegung nach rechts und links. Nachdem alle Hunde durch waren, wurde auf beiden Seiten noch eine weitere Hürde aufgebaut. Nun mussten die Hunde jeweils drei Hürden springen und bei jeder Stange immer genau dort abspringen, wo sie reingesprungen sind. Das ganze dann zu beiden Seiten. Ganz zum Schluss durften sie dann noch die 4 schrägen Stangen in beide Richtungen springen.


Dottie und Jay Jay sind im Sprungtraining schon erfahren und haben ihre Sache sicher und gut gemacht. Für Mozart war es das erste Mal, dass er solch einen Aufbau gesprungen ist und das zweite Mal, dass er überhaupt am Sprungtraining teilgenommen hat. Man konnte gut sehen, wie er seine langen Beine bei jedem Durchgang besser unter Kontrolle brachte. Er hat wirklich schnell gelernt und sich stetig verbessert. Aber das hatte ich auch nicht anders erwartet. Mal schauen wann das nächste Training stattfindet, ich freue mich auf jeden Fall schon darauf.

Dienstag, 15. Mai 2018

Weiteres Schwimmtraining


Nun hatten wir ja eine Schönwetterperiode und Mozart hat fein an seinem Schwimmunterricht teilgenommen. Wir sind fast täglich zum See gefahren und er durfte jede Menge Dummys holen. Fand er total klasse. Heute dann fliegt das Dummy. Auf Kommando stürzt er los. Jay Jay war noch anderweitig beschäftigt, bevor sie dann auch startete. Bis gestern hat sie Mozart dann noch locker eingeholt und sogar überholt. Heute hat sie es nicht geschafft. Auch als sie dann beim nächsten Mal gemeinsam starteten, konnte Jay Jay ihn nicht überholen. Er wird immer schneller. Ein bisschen müssen wir aber noch an seinem Schwimmstil feilen, es sieht irgendwie immer noch so ein bisschen aus als würde er ordentlich humpeln im Wasser.  lol Er liegt vorne auch noch nicht tief genug im Wasser. Aber überhaupt kein Vergleich zu vorher. Das ist jetzt schon richtiges schwimmen.

Aber das aller schönste, der Bub lässt sich tatsächlich auf ein im Wasser liegendes Dummy einweisen. Wenn ich ihm die Richtung zeige und ihm sage er solle Voran gehen, dann tut er es und schwimmt einfach los. Gleichzeitig schaut er auch ob er es erspähen kann. Sobald er es sieht, schwimmt er zielstrebig drauf zu. Das ist echt klasse wie schön er das macht.

Am Montag fahren wir zu unserem ersten Schnupper-WT. Ich bin gespannt wie der Bub sich schlägt.

Freitag, 4. Mai 2018

Schwimmunterricht und Obedience

Da Mozart mir auf der JAS ja beinahe abgesoffen wäre und ich echt um sein Leben gebangt habe, habe ich beschlossen mit ihm Schwimmen zu üben. Das möchte ich nicht noch einmal erleben! Es ist ja nicht so, dass wir nicht vorher schon schwimmen waren! Aber da wo wir hingehen ist es zwar wunderschön, aber es gibt einen wahnsinnig langen, seichten Einstieg. Da ich nicht so weit werfen kann, lässt sich eins und eins zusammenzählen. Mozart musste jeweils nur ein paar Schwimmzüge bis zum Dummy schwimmen. In dem Moment wo er es dann hatte, hatte er ein Kontergewicht und das Problem war behoben. Die paar Schwimmzüge bis zum Dummy haben aber wohl nicht gereicht um ihm schwimmen wirklich beizubringen. Und dann plötzlich auf der JAS eine so weite Strecke, wie er sie noch nie hatte, nicht mal wenn man den seichten Einstieg dazu rechnet.

Deswegen waren wir gestern an einer anderen Stelle. Dort ist es gleich so tief, dass die Hunde schwimmen müssen wenn sie ins Wasser gehen. Außerdem gibt es einen Steg. Während ich mit Mozart und Jay Jay am Uferrand stand, hat mein Mann ein weißes Wasserdummy weit hinaus auf den See geworfen. Nach Freigabe stürzen beide Hunde ins Wasser. Jay Jay schwimmt zügig Richtung Dummy, Mozart hat ein paar Anlaufschwierigkeiten und plantscht so vor sich hin. Aber das war schon deutlich besser als noch am Wochenende! Er hat da ja schon ein bisschen was gelernt. Natürlich war Jay Jay zuerst am Dummy und kam ihrem Sohn bereits entgegen. Und genauso natürlich hat er ihr das Dummy gleich mal versucht abzunehmen. Einige Zeit lang schwammen sie beide dicht nebeneinander, dann gab Jay Jay das Dummy endlich frei und Mozart konnte es mir in die Hand geben.

Nächster Versucht. Wieder fliegt das Dummy weit auf den See. Und wieder ist Jay Jay deutlich schneller. Logisch, dass Mozart ihr das Dummy auch wieder abnimmt.  ;) Noch einmal. Dieses Mal wirft mein Mann ein zweites Dummy als die Hunde umdrehen und zurückschwimmen. Dummerweise landet dieses nicht vor ihnen, sondern hinter ihnen. Naja, dann halt nicht. Ich habe dann versucht die Jay Jay davon zu überzeugen das Dummy zu holen. Fehlanzeige.  :umfall: Na toll! Dann warten wir halt bis es von alleine an Land getrieben wird.

Ich habe da aber nicht mit Mozart gerechnet! Neugierig wie er ist, hat er auch den Steg begutachtet und am Ende dann auf den See hinaus geblickt. Wir konnten richtig sehen, dass er das Dummy erblickt hat! Und dann dreht er um, kommt vom Steg, geht zum Ufer und springt hinein. Ohne weiteres schwimmt er allein zum Dummy und bringt es mir. Was für ein wunderbar toller Hund!   :blush: Der ist doch einfach nur phantastisch!

Vier mal so weit hinaus schwimmen reichte dann für den Anfang auch. Richtig gut sieht es noch nicht aus, aber deutlich besser! Noch ein paar mal, dann sollte der Bub einen schönen Schwimmstil haben. NIE im Leben hätte ich gedacht, dass er nicht schwimmen kann! NIEMALS! Und doch war es so.  :cry:

Nach dem Schwimmunterricht gab es dann noch einen Spaziergang am See und Mozart ist auch noch ein paar Mal ins Wasser gegangen. Bevor es dann ins Auto ging, wurden natürlich die Bademäntel angezogen. Das kennt er ja schon und lässt es locker über sich ergehen.



Heute hatten wir dann Obedience. Der Bub hatte mal wieder viel Spaß! Zuerst die Gruppe. Hat er ganz toll gemacht. Umrunden der Hunde an lockerer Leine war überhaupt kein Problem. Danach dann Stehen und betasten. Mein Bub hat sich heute sofort schön hingestellt, beim Anfassen dann allerdings wieder gesetzt. Na das wird dann die nächsten Mal bestimmt auch besser. Zum Schluss die Ablage. Ich habe nur 4 mal zwischendrin belohnt und mich dann am Ende neben ihn gestellt. Es gab den Jackpot heute erst als der Steward uns aufgefordert hat in die Grundstellung zu kommen. Ein großer Schritt weiter!

Die Box hat der Bub heute richtig gut gemacht. Er ist voller Begeisterung in die Box zum Target gelaufen und hat sich sogar auf Entfernung auf mein Kommando dort hin gelegt!  :yeah: Und das nicht nur einmal! Wahnsinn, dass er das so gut umgesetzt und behalten hat von letzter Woche.

Fußlaufen war heute auch viel besser als letzte Woche. Mozart hüpft nun nicht mehr so viel. Wir sollen hauptsächlich längere Strecken laufen und das Augenmerk nicht auf die Wendungen setzen. Sogar hochgeschaut hat der Bub heute und dafür dann natürlich sofort einen Click bekommen. Ich verlange nicht mal das er hochschaut. Mir reicht es wenn er dicht am Bein läuft. Im Dummytraining schaut er ja auch nach vorne. Umso besser, wenn er freiwillig hochschaut.

Dann haben wir noch die Pylone gemacht. Tja was soll ich dazu sagen? Katastrophe!  :uah: Mozart apportiert die Pylone mal wieder. Also bin ich 10 Schritte zurück an den Anfang gegangen und habe ihn um die Pylone herumgeführt. War gar nicht so einfach, denn auch da wollte er sich das Teil schnappen! Nach ein paar Wiederholungen haben wir es aber geschafft. Und dann ging es recht schnell und wir konnten ein paar Meter weg gehen. Abwechselnd ist Mozart dann um die Pylone rum und dann hat er sie wieder mitgebracht. Ich verzweifle an dieser Übung noch! Es muss doch irgendwie in sein Köpfchen reingehen, dass die Pylone nicht apportiert, sondern umrundet wird! Aufgehört haben wir dann auf jeden Fall damit, dass er sie umrundet. Dafür durfte er dann auch die ganzen letzten Leckerchen aus der Tüte inhalieren. Ich hoffe das bleibt ihm in Erinnerung.  ;)

Mittwoch, 2. Mai 2018

Agility und Förderturnen

Heute war unsere viere Agility-Stunde. Der Bub ist wie bei allem, auch hier mit viel Spaß dabei. Der Slalom wird immer flüssiger und er hopst nun nicht mehr über die Bögen drüber, sondern schlängelt sich artig dadurch.

Die Wand ist noch ganz niedrig gestellt und die Hunde sollen dort running contacts machen. Das bedeutet, dass sie ohne anzuhalten über die Wand laufen und dabei sowohl vorne als auch hinten die Kontaktzone berühren. Mozart läuft sehr schön gleichmäßig über die Wand und ist jetzt auch unabhängig von mir und auf das Gerät fokussiert.

Mit dem Tunnel haben wir irgendwie so unsere Probleme. Mal geht es, mal nicht. Und ich weiß nicht wirklich warum. Fünf mal läuft er artig durch den Tunnel und beim sechsten Mal geht es nicht mehr. Dann nach einiger Zeit geht's wieder und dann plötzlich wieder nicht. Naja wir werden es weiter üben. Wird schon werden.

Den Steg läuft der Bub auch selbständig und ohne Leine. Erst haben wir versucht ihm Futter auf die Lauffläche zu legen, aber da war er so aufs Futter in meine Hand konzentriert, dass er bald runtergefallen ist. Auf meine Bitte hin haben wir es ganz ohne Futter versucht. Und siehe da, nun konnte er sich darauf konzentrieren was er tun sollte und konnte schön über den Steg drüber laufen. Am Ende muss er dann auf dem Target stehenbleiben und bekommt dafür seine Belohnung. Das Target müssen wir noch ein bisschen üben, das war letzte Woche etwas kurz gekommen.  :pfiff:

Und dann durften wir heute unseren allerersten Sprung machen. Dazu sollten wir die Hunde dicht vor die Hürde setzen, ein Leckerchen auf einen Teller auf der anderen Seite legen und dann das Sitz auflösen. Mein kleiner Bub hat das perfekt gemacht.

Sitzenbleiben vor der Hürde  :blush:



Und Sprung!


Ein Video gibt es auch davon.


Es war ein schönes Training und ich freue mich schon auf nächste Woche.

Aiden hatten heute morgen Förderturnen. Das macht ihm richtig Spaß und er ist voll dabei. Am liebsten mag er alle Wackelgeräte und dann natürlich die Kekse.  lol




Aber das Turnen besteht nicht nur aus Wackelgeräten, auch andere muss er abarbeiten damit er alle seine Muskeln und Gelenke ordentlich bewegt. Heute stand auch Rückwärts gehen auf eine kleine Erhöhung auf dem Programm. Später musste er dann noch auf einem  höheren Brett stehen und sich abwechselnd dort setzen und wieder aufstehen und wieder setzten. Das geht ordentlich in die Hinterbeine. Aber von nix kommt nix.  ;)

Mozart hat nun auch seine eigene BH-Trainingsleine. Ich dachte ich könnte die von Jay Jay nehmen, aber das Halsband ist doch ein bisschen kurz, so dass ich Schwierigkeiten habe es über seinen Kopf zu bekommen. Also gabs was schickes Neues für ihn.



Und dann hat Mozart heute das allererste Mal sein Bein gehoben!  freufreu Sensation!  ;) Als ich ihn beim Agility aus dem Auto geholt habe und mit ihm noch mal Pipi-machen gegangen bin, hob er tatsächlich sein Bein halb hoch. Ich bin gespannt wie lange es nun noch dauert, bis er es richtig macht. Markieren kann er schon,  hihi allerdings hockt er sich immer hin um nochmal drei Tropfen loszuwerden. Nun wird er also langsam erwachsen.

Sonntag, 29. April 2018

Die JAS/R mit Mozart

Sonntagmorgen. Heute ist Mozarts großer Tag. Nach einer mehr oder weniger durchwachten Nacht stehe ich 10 Minuten vor Weckerklingeln auf. Ich habe am Abend alles vorbereitet, so dass ich fix fertig bin und wie geplant um 6 Uhr losfahre. Pünktlich um 7.50 Uhr erreiche ich das Ziel als zweite. Natürlich nicht ohne mich einmal verfahren zu haben - 30 Kilometer.  :pfiff: Nachdem sich alle versammelt haben gehen wir gemeinsam zum Forsthaus ins Kaminzimmer um uns anzumelden. Während die Richter noch miteinander sprechen, warten wir dann draußen mit einem Kaffee. Dann Begrüßung und Bestimmung der Starterreihenfolge. Der Rüde - also wir - wird als erstes starten. Ich hatte es befürchtet! Keine Ahnung von nix und dann noch als erstes!  :uah:

Wir fahren los und halten bereits nach 50 Metern an unserem ersten Gelände. Während die Richter sich das Gebiet für die Verlorensuche im Feld anschauen, warten wir an unseren Autos. Die Richter kommen zurück und erklären uns nun die Aufgabe. Dann werden von jedem die Kaninchen und Enten in der Reihenfolge eingesammelt wie wir dran kommen. Zuvor wird das Wild aber begutachtet, ob es ok ist. Mit dem Wild gehen sie dann los und bereiten die erste Aufgabe vor. Ich bereite mich schon mal vor, Gummistiefel anziehen, Dummyweste anziehen, Mozart aus dem Auto holen und noch mal lösen lassen. 




Dann geht es los. Ich stiefel mit Mozart an der Leine durch Kniehohes Gras. Wie gut, dass ich dran gedacht hatte die Gummistiefel einzupacken! Es ist Schwerstarbeit sich durch das hohe Gras vorzuarbeiten, aber endlich hatten wir es geschafft. Noch einmal wird mir die Aufgabe kurz erklärt und dann geht es los. Ich leine Mozart ab und gehe in der Nähe des Schützen zuerst schräg nach vorne links. Ich soll mich daran halten wie der Schütze geht, der etwa fünf Meter hinter mir ist. Wir wechseln die Richtung und auch Mozart läuft in die andere Richtung und arbeitet sich vor. Dann hat er was. Ich kann es deutlich sehen, dass er etwas gefunden hat, doch er geht weiter. Wieder zurück und nochmal weiter, dann verfolgt er eine Spur, geht unter dem Zaun durch ein Stück in den Wald. Kommt wieder zurück zu der Stelle und verfolgt die Spur ein zweites Mal in Richtung Wald, dieses Mal verharrt er vor dem Zaun und untersucht die Dornenhecke links von ihm. Und da hat er es gefunden, das flüchtende Kaninchen!  :yeah: Ohne zu zögern nimmt er es auf und kommt damit zu mir zurück! Ich darf ihn während des Rückweges loben und auch belohnen. Das finde ich sehr gut, denn Mozart kennt es noch nicht, dass ich absolut still bin.

Nachdem ich das Kaninchen in meine Dummyweste gesteckt habe, geht es weiter. Ich schicke ihn wieder suchen und wir gehen dieses Mal ein wenig nach rechts. Ich habe ja keine Ahnung wo sich die Ente befindet. Deshalb kann ich es auch überhaupt nicht bewerten was Mozart da tat. Erst als er auch die Ente gefunden hatte, wusste ich es. Er hat wirklich gut gesucht. Ente sofort aufgenommen und mir unverzüglich gebracht. Sogar in die Hand!  :yeah:

Nachdem alle die Aufgabe gearbeitet haben und die Richter auch zurück sind, versammeln wir uns alle und es wird offen gerichtet. Ich beschreibe hier nun wie das ablief, denn ich fand es wirklich spannend wie viele Details bewertet werden und was sich dahinter verbirgt. Das es so umfangreich ist, das habe ich beim lesen der Prüfungsordnung und anschauen des Bewertungsbogens nicht geahnt. Ja klar sind da viele Kästchen, trotzdem habe ich es erst nach der Besprechung verstanden. Und nun kann ich den Bewertungsbogen auch lesen.  ;)

Zuerst erzählte jeder Richter was er gesehen hat und beschreibt die Arbeit des Hundes. Da die Richter alle an unterschiedlichen Stellen standen, war das durchaus unterschiedlich! Wünschenswert sind 10 Punkte = ausgewogen. In einigen Fächern ist eine 11 aber durchaus gut, in anderen nicht. Dann ging es an die Bewertung der einzelnen Anlage in der Verlorensuche im Feld:

Arbeitseifer:
Die Anlage des Arbeitseifers zeigt sich in folgendem Verhalten:
Arbeitslust, Jagdinstinkt, Arbeitsbereitschaft, Fleiß, Arbeitswille. Mozart erhält 11 Punkte.
Hier ist eine 11 = ausgeprägt durchaus gut.

Finderwille:
Die Anlage des Finderwillen zeigt sich in folgendem Verhalten:
Vorwärtsdrang, der Wille Beute zu machen, Durchhaltewillen, Zielstrebigkeit. Mozart erhält 10 Punkte.

Selbständigkeit:
Diese Anlage zeigt sich in dem folgenden Verhalten:
Jagdinstinkt, Neugierde, Selbstvertrauen, mentale Stärke, Souveränität, Vertrauen in die eigene Nase. Mozart erhält 11 Punkte. Auch das ist sehr gut.

Nasengebrauch:
Die Anlage des Nasengebrauchs zeigt sich in dem folgenden Verhalten:
Wahrnehmen und Anzeigen von Witterung; Reaktion beim Verlieren, Kreuzen, Aufnehmen der Spur; Arbeitskonzentration; Arbeitsruhe. Mozart erhält 10 Punkte

Arbeitsruhe:
Die Anlage der Arbeitsruhe zeigt sich in dem folgenden Verhalten:
Gelassenheit, mentale Stärke, Konzentrationsfähigkeit, Geräuschlosigkeit
Wird nur beim Wasser und bei der Markierung bewertet.

Führigkeit:
Die Anlage der Führigkeit zeigt sich in dem folgenden Verhalten:
der Wille zur Zusammenarbeit; Kontaktbestreben; Sensibilität; mentale Stärke; Bereitschaft Wild in Richtung des Führers zu tragen. Mozart erhält 10 Punkte

Körperliche Härte:
Diese zeigt sich durch:
Geländeannahme, Vorwärtsdrang, der Wille Beute zu machen, Durchhaltewillen, Finderwillen.
Die Körperliche Härte wurde hier nicht bewertet, da das Gelände es nicht hergab.

Spurwille:
Die Anlage zeigt sich in:
der Wille Beute zu  machen; Finderwille; absolute Geländeannahme; Bereitschaft zur Problemlösung; Konzentration auf die Spur; Arbeitsruhe.
Die Anlage des Spurwillens wird nur in dem Fach Schleppspur benotet.

Wasserfreude:
Diese Anlage wir in folgendem Verhalten gezeigt:
Bereitschaft der Wasserannahme; Schwimmfreude; Bereitschaft im und am Wasser zu Arbeiten; Freudigkeit im und am Wasser; Vorwärtsdrang
Die Anlage kann nur im Wasser bewertet werden.

Konzentration:
Diese Anlage zeigt sich durch:
Fokussierung auf einen Punkt; Ruhe; Negieren von äußeren Reizen.
Eine Bewertung gibt es nur im Fach Markierung.

Einschätzen der Entfernung:
Dies wird nur bei der Markierung bewertet.

Jede einzelne Anlage wird von den Richtern noch einmal im Hinblick auf das was sie gesehen haben diskutiert, während wir zuhören und schließlich benotet. Das war wirklich sehr interessant. Und bei jeder neuen Aufgabe die wir später machten, wurde auch immer wieder nachgeschaut, welche Kriterien für die einzelnen Anlagen in Frage kamen.  Nachdem alle Anlagen für die Verlorensuche im Feld benotet waren, wurden noch folgendes auf dem Bewertungsbogen eingetragen:
Hat der Hund einen Laut von sich gegeben (kein Laut/etwas Laut/störender Laut)
trägt Wild freudig zu/trägt Wild zu/trägt Wild. Mozart bekommt überall ein "trägt Wild freudig zu". Nur bei der Markierung gibt es für ihn ein "trägt Wild zu", denn er versucht Beute zu machen und ich muss ihn rufen, was er dann auch sofort ausführt. Aber alleine die Tatsache, dass er in diesem einen Fach nicht von alleine zu mir gekommen ist, erklärt die Benotung.
Aufnahme von Wild: F=Federwild, H=Haarnutzwild, R= Rabenkrähe. Es wird für jede einzelne Aufgabe vermerkt welches Wild genutzt wurde.
Nach der Verlorensuche im Feld und der Wasserarbeit, wo jeweils geschossen wurde, wird die Schussfestigkeit festgestellt und eingetragen.

Dann gibt es noch eine Wesens- und Verhaltensfeststellung:
Temperament: lebhaft
Selbstsicherheit: selbstsicher
Verträglichkeit: sozialverträglich
Sonstiges: Handscheu, Wildscheu - wird bei Mozart nichts angekreuzt.

Nun geht es weiter zur Wasserarbeit. Auch hier schauen sich die Richter zuerst das Gelände an, dann werden wir alle geholt und gehen mit unseren Hunden Richtung Aufgabe. Die anderen gehen in eine Wartezone, ich mit Mozart zu zweien der Richter. Nummer 3 steht auf der anderen Seite des Teiches um den Schuss abzugeben und die Ente zu werfen.


Ich soll etwa 2 Sekunden warten nachdem die Ente geworfen wird und Mozart dann schicken. Schuss - Ente wird geworfen und landet statt im Wasser ganz am Rand des Schilfes. Man hört kein Platsch. Ich warte, dann schicke ich Mozart. Er läuft die paar Schritte zum Wasser runter und geht zügig hinein. Dann schwimmt er los. Je weiter er kommt umso schlechter wird sein Schwimmstil. Kurz bevor er am Schilf angekommen ist, dreht er ab und kommt zurück. Mittlerweile kann man von Schwimmen nicht mehr reden. Er hat den Hintern absinken lassen und paddelt wie ein Raddampfer nur noch mit den Vorderbeinen. Dabei verliert er ein wenig die Richtung und schwimmt nicht ganz zum Ausstieg, sondern landet in den Zweigen die im Wasser sind. Dort bleibt er hängen und Paddelt und paddelt!  :uah: Ich bekomme langsam Panik und will schon ins Wasser. Die Richter halten mich zurück. Ich soll ihn lassen. Ich warte noch eine Sekunde und plötzlich verharrt Mozart. Ich denke schon er versinkt nun, da kommt wieder Leben in ihn und mit einem Ruck hieft er sich nach oben und über die Zweige drüber. Geschafft!  freufreu Nun kommt er zügig zu mir.

Auf der anderen Seite wird die Ente wieder aus dem Schilf geholt und noch einmal geworfen. Dieses Mal landet sie dort wo sie landen soll. Nämlich im Wasser. Ich schicke Mozart los und er geht auch dieses Mal schön ins Wasser rein und schwimmt unelegant los. Je weiter er kommt, umso mehr lernt er einen besseren Schwimmstil. Er schnappt sich die Ente und in dem Moment hat er vorne ein Kontergewicht und das schwimmen kann auch so genannt werden. Schnell kommt er zu mir zurück und gibt die Ente ab.

Die Bewertung:
Arbeitseifer: 11
Finderwille: 10
Selbständigkeit: 9
Nasengebrauch: 10
Arbeitsruhe: 10
Führigkeit: 10
Körperliche Härte: gab es nicht (ich finde er hätte da Punkte verdient)
Wasserfreude: 10

Und auf geht es zur Markierung an Land Wie zuvor, schauen sich die Richter das Gelände an während wir warten. Wir stehen am Kanal, auf dem reges Treiben herrscht. Zwischen uns und dem Kanal führt ein Weg vorbei, der bei dem schönen Wetter von vielen Leuten benutzt wird. Wir stehen mit dem Rücken zum Kanal etwa 2 Meter vom Weg entfernt.


Schuss und die Ente fällt in den hohen Bewuchs. Ich schicke Mozart. Er muss über den Weg und durch eine Vertiefung in der unten ein Graben ist.

Dann wieder hoch und in den hohen Bewuchs hinein. Das Gelände ist nicht einfach, da es ziemlich sumpfig ist.



Mozart hat sehr gut markiert und hält die Richtung genau ein. So trifft er auch sofort auf die Ente, schnappt sie sich und läuft mit ihr nach hinten weiter. Ich pfeife und er kommt dann auch zu mir. Bei mir weicht er noch mal kurz aus, als ich ihm aber sage er solle kommen, tut er es. Der Hund muss nicht abgeben, er muss auch  nicht bringen. Er darf die Ente sogar fressen wenn er möchte, aber es wird trotzdem bewertet.

Die Bewertung:
Finderwille: 10
Nasengebrauch: 10
Arbeitsruhe: 10
Körperliche 10
Konzentration: 10
Einschätzen der Entfernung: 11  :yeah:



Jetzt fahren wir wieder zu unserem Ausgangspunkt, dem Forsthaus, zurück und absolvieren dort unsere beiden letzten Aufgaben.

Verlorensuche im Wald. Ich stehe mit Mozart mitten im Wald. Vor uns ein dichtes Gewirr von jungen Birken. Links von uns etwas lichterer Wald.


Ich schicke den Bub und er setzt fein seine Nase ein. Mir kam es wie eine Ewigkeit vor, die er das Gelände durchsuchte. Ab und zu kam er wieder zum Vorschein, suchte auch mal kurz hinter uns, kam aber von alleine wieder zurück und ging wieder hinein. Auch außenrum suchte er und ging dann weiter hinten noch einmal ins Gebiet hinein. Dort wurde er dann fündig und kam mit der Ente zurück. Diese befand sich tief in den Dornen.

Nach Abgabe schicke ich ihn erneut, wir gehen dazu ein Stück nach Rechts und Mozart nimmt die Richtung sofort an. Nach kurzer Suche hat er auch das Kaninchen gefunden und bringt es mir. Auch dazu muss er zuvor durch die Dornen

Als wir am Auto sind, ist Mozart erledigt. Er hat wirklich geackert. So weit und so lange war er noch NIE unterwegs. Es war wirklich ein großes Gebiet und erinnert mich schon fast an die Dummy F! Nur war es bei der Dummy F ein leichteres Gelände. Während mein Bub so im Auto liegt und ich dahinter saß, sehe ich dass er sich ein wenig an der Unterlippe verletzt hat. Das behalten wir dann mal im Auge.

Die Bewertung:
Arbeitseifer: 10
Finderwille: 10
Selbständigkeit: 8 Warum es nur 8 Punkte gab weiß ich nicht mehr. Hilfe von mir gab es keine.
Nasengebrauch: 10
Körperliche Härte: 9 = erkennbar. Ich finde das ist der falsche Ausdruck dafür. Mozart ist nicht sofort in die Dornen gegangen als er die Ente gewittert hat, sondern hat versucht anders dorthin zu kommen. Ebenso beim Rückweg. Als er keinen Anderen Weg gefunden hat, ist er den direkten Weg gegangen. Deshalb keine 10 Punkte = ausgewogen.

Die letzte Aufgabe ist die Schleppspur Los geht es auf einer Wiese im oberen Drittel.


Ich soll Mozart ableinen und mit ihm ein Stück nach vorne gehen, damit er selbständig die Spur aufnehmen kann. Ich brauchte nur einen Schritt gehen, da hatte er sie schon. Er verfolgte sie auf der Wiese bis zum Waldweg. Dort war er sich unsicher und kam zurück um sie ein weiteres Mal zu verfolgen. Auf dem Weg suchte er und ging dann weiter in den Wald. Dort sah ich ihn ab uns zu in der Ferne. Dann kam er zurück. Ohne Kaninchen. Er fing wieder an der Anschusstelle an zu suchen und wir gingen jetzt mit ihm mit über den Waldweg und einen Meter in den Wald. Hier warteten wir und schauten zu wie Mozart versuchte die Spur zu verfolgen. Mehrmals ging er nach links an einem Zaun entlang bis zu einem weiteren Waldweg. Dort verlor er sie wieder und begann von vorne. Ausdauer hat er ja! Der Richter am Kaninchen machte ein Geräusch und Mozart ging der Spur ein weiteres Mal nach. Noch ein Geräusch und er hatte am Weg nun wenigstens eine Richtungsangabe. Und dann fand er die Spur und verfolgte sie bis er seine Beute hatte. Schnell kam er damit zu mir zurück.

Wir waren fertig. Im wahrsten Sinne des Wortes! Man konnte Mozart ansehen, dass er absolut am Ende war. Er hat noch nie ein Seminar besucht oder war auf einer ähnlichen, langen Veranstaltung. Und eine richtige Schleppe hat er auch noch nie gearbeitet. Dafür hat er das wirklich sehr gut gemacht!  :blush:

Die Bewertung:
Arbeitseifer: 11
Finderwille: 10
Selbständigkeit: 10
Nasengebrauch: 10
körperliche Härte: gab es hier nicht
Spurwille: 9

Und hier der ganze Bewertungsbogen:


Ich bin sehr stolz auf meinen kleinen Mann. Er hat phantastisch gearbeitet, Dinge getan, die er zuvor noch nie gemacht hat. Wegen der Kürze der Zeit, habe ich ihn in der Woche vor der JAS/R nur ein wenig aufs Wild vorbereitet, damit er es aufnimmt. Als ich im Herbst Jay Jay auf die BLP vorbereitet habe, durfte er einmal an die Ente und einmal ans Kaninchen. Er war so wild darauf, dass er es nicht wieder hergeben wollte! Abnehmen war fast unmöglich, denn er fasste sofort wieder danach. Also habe ich den kleinen Hund auf den Arm genommen und ihm dann das Wild entwendet. Mit Händen und Füßen hat er sich dagegen gewehrt wieder ins Auto zu  müssen.  lol Genauso heiß war er jetzt auf das Wild gewesen. Ohne jegliche Berührungsängste hat er sofort die Ente aufgenommen und mir zugetragen. Ebenso das Kaninchen. Deshalb habe ich nur eine leichte Wassermarkierung und eine Landmarkierung mit ihm gemacht. Dazu noch eine 10-Meter-Schleppe, damit er weiß was das ist. Alle anderen Kenntnisse kommen aus dem Dummytraining bzw. sind dann wohl Anlagen.

Mein Fazit zur JAS/R. Ich bin begeistert von der Prüfung! Sie war wirklich sehr lehrreich und ich habe viel über meinen Hund gelernt. Nicht zuletzt habe ich seine natürlichen Anlagen kennengelernt. Die Aufgaben hatten es wirklich in sich und ich empfand sie deutlich schwieriger als die bei Jay Jays JP/R. Auch wenn der Hund nicht bringen und abgeben muss, sogar das Wild fressen darf, werden diese Dinge doch bewertet. Nur durchfallen kann man damit nicht. Um die Prüfung zu bestehen, muss der Hund das Wasser annehmen, je ein Stück Haarwild und ein Stück Federwild bringen, er darf nicht Schussscheu sein und er darf sich nicht der Anlagensichtung entziehen.

Ich würde die JAS/R jederzeit wieder laufen!